Unschuldig im Todestrakt von Texas seit 27 Jahren

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Willkommen auf der Website von Max Soffar,

ein unschuldiger Mann, der nun bereits im 29. Jahr im Todestrakt von Texas lebt..

Diese Seite soll ein wenig darüber informieren, wo es aktuelle Informationen über seinen Fall gibt. Es gibt bereits zu viele Seiten, die nicht mehr aktuell sind oder nicht weiter bearbeitet wurden und deshalb möchten wir die aktuellsten Informationen hier sammeln.

 Aufgrund unglücklicher Umstände, die in einigen Berichten über seinen Fall näher beschrieben werden, machte Max ein Geständnis, oder vielmehr 3 davon im Zusammenhang mit einem Raubüberfall auf eine Bowlinghalle in Houston, TX. im Jahr 1980, bei dem 3 Menschen getötet und eine Person schwer verletzt wurde,. Er erfand 3 verschiedene Geschichten und erwähnte dabei lediglich Tatsachen, die bereits aus den Medien bekannt waren oder die ihm gesagt wurden. Es war noch nicht einmal ein Anwalt zugegen, als er verhört wurde. Er befand sich damals in einem schlechten Zustand, war drogenabhängig und aus diesem Grund auch nicht wirklich in der Lage, den Ernst der Lage zu erkennen, als er diese Geschichten erfand. Als er später sein Geständnis widerrief, war es bereits zu spät und er wurde wegen Mordes zum Tode verurteilt. Max hat seitdem versucht, seine Unschuld zu beweisen, es wurde ihm ein neuer Prozess zugesprochen 2006, wegen fehlerhafter Verteidigung. Aber er wurde auch in diesem Prozess wieder zum Tode verurteilt. Viele Tatsachen und Beweise  seiner Unschuld durften aufgrund der Entscheidung des Gerichts nicht der Jury vorgetragen werden. Ja, das ist möglich, wie Sie feststellen werden, wenn Sie  mehr über seinen Fall lesen. Wir, seine Unterstützer wären froh, wenn Sie sich die Zeit nähmen und Sie werden feststellen, dass Unschuld einen nicht immer davor schützt, dass einem so etwas passiert.  Trotz all der Jahre des Leidens und dem Druck mit dieser falschen Anschuldigung leben zu müssen, ist Max immer noch stark. Sein Glaube hilft ihm, stark zu bleiben sowie die Anwälte, die sich unermüdlich für ihn einsetzen und alle Organisationen und Menschen, denen er auf seinem langen Weg begegnete, die da waren und ihm halfen und immer noch helfen in seinem Kampf für Gerechtigkeit. Menschen, die über seinen Fall erfuhren und deutlich sahen, dass Max dieses Verbrechen nicht begangen hat. Es gibt in der Tat eine andere Person, die zugab, dieses Verbrechen begangen zu haben. Aber Max ist immer noch im Todestrakt und seine Anwälte kämpfen nach wie vor für ihn um seine Unschuld zu beweisen. Max weiss, dass er gesegnet ist, sie zu haben und ist allen von ihnen unendlich dankbar. Ohne sie wäre er vielleicht schon gar nicht mehr hier.Nicht alle haben solche wunderbaren Anwälte und es ist bekannt, dass so viele Menschen im Todestrakt arm sind und sich keinen guten Anwalt leisten können. Sie müssen mit den Anwälten vorlieb nehmen, die ihnen das Gericht zuweist und die haben oft gar nicht die Kenntnisse und Mittel für eine effektive Verteidigung. Das war ja auch Max’ Problem am Anfang und es dauerte 25 Jahre bevor ihm ein neuer Prozess zugesprochen wurde, aufgrund seiner damaligen nicht fähigen Verteidigung. Aber 25 Jahre später kann nicht mehr dasselbe sein, weil in den Jahren so viel passiert ist. Und dann sein Entlastungszeuge, der nicht gehört wurde. Das führte dazu, dass er erneut verurteilt wurde und er nun, wie schon 1980 erneut durch die ganzen Berufungsinstanzen gehen muss. Wir werden sehen, wie es dieses Mal sein wird und ob Max eine faire Chance bekommt, seine Unschuld zu beweisen.

Wir warten, hoffen und beten dafür, dass das passiert!

Das Leben im Todestrakt von Texas ist etwas, was man sich so nicht vorstellen kann. Selbst die ausführlichsten Berichte darüber können nur einen kleinen Einblick in diese Art von Leben geben. In Texas, USA haben es seinerzeit einige Gefangene geschafft auszubrechen und als Resultat davon sind nun alle Todestrakt Insassen in der Polunsky Unit untergebracht. Sie leben dort in Isolation in Einzelzellen, die sehr klein sind und nur ein winziges Fenster, weit oben angebracht, haben. Sie verbringen etwa 23 Std. von 24 Std. in diesen winzigen Zellen.  Die einzige Zeit, in der sie ihre Zellen verlassen können ist wenn sie irgendwo hin begleitet werden (in Handschellen), z.B. zum Duschen, oder zur Freizeit in einen anderen Käfig, der grösser ist, zu anderen Terminen oder zum Besucherraum. Es gibt so viele Beschreibungen, die diese grausame Behandlung der Gefangenen näher erläutern, dass wir es erst einmal dabei belassen. Sicher wird Max dazu zu gegebener Zeit noch eigene Anmerkungen hinzufügen, wenn die Seite erweitert wird. Für den Moment geben wir hier einen Auszug von Max’ privater Seite bei Myspace, um einen kleinen Eindruck zu bekommen:

“ Ich bin nicht länger tot. Meine Stimme ist nicht länger stumm gegenüber den falschen Anschuldigungen. Meine Ankläger können nicht mehr länger ohne Antwort von mir reden. Ich habe wie ein Tier gelebt, seit dem 5. August 1980 eingesperrt in einen kleinen Raum nur wegen falscher Anschuldigungen.

Ich möchte mich an die Menschen wenden, die versucht haben, mit mir Kontakt aufzunehmen und dies für so lange aus bestimmten Gründen nicht tun konnten. Es gab etliche Gründe weshalb man mich nicht erreichen konnte, aber das ist jetzt vorbei. Ich bekomme jetzt alle Nachrichten und freue mich deshalb von Euch zu hören. Oder falls Sie jemand sind, der mich noch nicht kennt und mir schreiben möchte, das würde mich ebenfalls sehr  freuen. Ich verbringe gern meine Zeit mit lesen und schreiben, das ist alles was uns geblieben ist in dieser Gruft, in der ich mich befinde. Keine andere soziale Existenz ist möglich. Die Isolation macht einen Menschen wahnsinnig nach 5 Jahren, oder 10, oder 15, 20?? Ich habe fast 3 Jahrzehnte in einer Gruft gelebt für die Verbrechen, die ein anderer begangen hat. Der Tod umgibt unser Leben und meines ist in dieser Gruft.

Und das ist der Grund, weshalb ich Menschen brauche, die mir schreiben, die mich ablenken von der Grausamkeit, die man mir auferlegt hat hier an diesem Ort. Ich möchte, dass Sie und alle erfahren, wie es für mich ist, hier im Todestrakt.”

 

Max würde sich sehr freuen über Zuspruch und Ermutigung, denn das bedeutet ihm in seiner Situation sehr viel. Können Sie sich vorstellen, auch nur einen Bruchteil dieser Zeit dort zu verbringen , das muss so zermürbend sein und dann dabei bei Verstand zu bleiben an einem solchen Ort, das ist so schwer und ein täglicher Kampf.I

Wenn Sie mit Max Kontakt aufnehmen möchten, können Sie das unter dieser Adresse tun:

Max Soffar # 000685

Polunsky Unit

3872 FM 350 South

Livingston, Texas 77351

USA

 

Oder falls Sie ihm lieber eine Email schreiben, dann wird diese für Max ausgedruckt und ihm zugeschickt, da Gefangene keinen Zugang zum Internet haben.

Hier ist seine Emai-Adresse:

 Klicken Sie einfach auf die Email-Adresse.

maxsoffar@freenet.de

Wenn Sie möchten, dass Max Sie auf dem Postweg kontaktiert, dann geben Sie bitte auch Ihre Anschrift an. Ansonsten eine Email Adresse, damit ich Ihnen dann Max’ Antwort zumailen kann.

 Vielen Dank!.

Update:

 

Max verlor seine Berufung vor dem Texas Court of Criminal Appeals

In seiner Begründung vom 18.11.2009 verwarf das Texanische Berufungsgericht alle 32 Punkte, die von Max’ Verteidigern aufgeführt wurden um aufzuzeigen, dass er einen unfairen Prozess hatte.Wieder einmal zeigt sich, wie jemandem Gerechtigkeit verwehrt wird, wie es so oft der Fall ist in den USA. Dies zeigt wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass die Todesstrafe abgeschafft wird. Es gibt noch etliche unschuldige Menschen in den Todestrakten und Max ist einer davon, der schon viel zu lange Zeit dort verbringt, nahezu 29 Jahre seines Lebens wurden ihm bereits gestolen.

Bitte lesen Sie auch die Stellungnahme der ACLU (leider nur in Englisch) die noch ausführlicher ist hier

 

Wieder einmal keine Gerechtigkeit! . David Dow vom Texas Innocence Network drückt es so aus::

“Dieser Fall ist ein Lehrstück darüber, wie Gerechtigkeit ad adsurdum geführt wird. Angefangen mit einem falschen Geständnis bis hin zu zwei unfairen Prozessen und Todesurteilen. Die Probleme mit Max Soffar’s Fall zeigen die gravierenden Verfehlungen des Krimimalen Justiz Systems auf.. Mit diesem heutigen Urteil des Gerichts kommt Texas ein Stück näher daran heran, einen weiteren unschuldigen Mann hinzurichten. .

Max Soffar beabsichtigt, gegen seine Verurteilung und die Todesstrafe Berufung vor dem U.S. Supreme Court einzureichen sowie andere und zusätzliche Berufungen einzureichen.

Eine Kopie dieses Urteils findet man auf der ACLU website hier

 

Gegangen, aber niemals vergessen! Ein auf Wiedersehen für meinen “Daddy”

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